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„Ein Stück ist immer dabei, das zu uns passt“

Nachgefragt | Günther Scholz hat als Regisseur bei den Laienschauspielern die Fäden in der Hand

Günther Scholz, Regisseur und Darsteller der Theatergruppe Lichtenberg

Lichtenberg Bis zur Premiere der Theatergruppe Lichtenberg mit dem Stück „Wechseljahre“ sind es nur noch etwa drei Wochen. Regisseur Günther Scholz erzählt über seine Verbindung zur Bühne.

 

Wie lange engagieren Sie sich bereits bei der Theatergruppe?

Ich stand mit neun Jahren das erste Mal auf der Bühne. Damals war mein Vater noch federführend bei der Theatergruppe. Leider weiß ich weder den Titel des Stückes noch meine eigene Rolle, denn es sind schon 40 Jahre vergangen.

 

Seit wann gibt es die Theatergruppe Lichtenberg?

In Lichtenberg wird schon ewig lang Theater gespielt. Erich Scholz, mein Vater, hat diese Tradition 1967/68 wieder aufleben lassen. Anfang der 80er- Jahre übernahm Reinhard Rohdaß die Leitung, ich selbst bin seit Ende der 90er der Leiter.

 

Wer ist für die Auswahl der Stücke zuständig?

Ich selbst. Ich lasse mir von Verlagshäusern Rollenbücher zuschicken. Die lese ich und eines ist immer dabei, wo ich sagen kann: ja genau, das ist das Stück, das zu uns passt. Dabei schwebt mir schon die konkrete Rollenbesetzung vor.

 

Wie ist es um den Nachwuchs bestellt?

Ich möchte behaupten, es gibt keinerlei Probleme. Wir haben einen festen Stamm von 15 Personen, die abwechselnd mal pausieren. Sogar von Bad Steben, Dürrenwaid und Selbitz sind Hobbyschauspieler dabei. Mit den Verantwortlichen für die Technik umfasst unsere Gruppe 20 Personen. Holger Tobias, Andy Rohleder, Christoph und Johannes Scholz, alles junge Burschen, haben extra einen Film- und Medienlehrgang absolviert. Sie sind jetzt fit im Umgang mit der Filmkamera, der Beleuchtung, dem Nachbearbeiten und auch dem Schneiden am PC.

 

Sie spielen für gemeinnützige Zwecke?

Ja, das ist richtig. In Selbitz und Schauenstein kommt das eingespielte Geld, sprich der Eintritt, jeweils den Schulen zugute, in Lichtenberg dem Diakonieverein und die zweite Aufführung dem TSV Lichtenberg. Ich bin sicher, dass uns gerade deswegen Firmen und Privatpersonen großzügig unterstützen. Das reicht vom Lkw der Firma Schmidt Kartonagen bis zu besonderen Utensilien, die uns stellvertretender Landrat Klaus Adelt besorgt.

 

Was war in all den Jahren Ihre Lieblingsrolle?

Das war in der Spielsaison 2003/2004 im Stück „Der doppelte Moritz“. Ich hatte die Hauptrolle als Moritz und gleichzeitig die Rolle des Bruders. Das war sehr aufregend, denn es waren nur wenige Minuten Zeit, um in die Rolle des anderen zu schlüpfen: Ich musste mich in Windeseile hinter der Bühne umziehen.

 

Was ist das Besondere für Sie an der Schauspielerei?

Zum einen ist es für mich der Ausgleich zum Job. Andere treiben Sport, ich widme mich der Schauspielerei und kann dabei abschalten. Das Besondere dabei ist, dass ich mit meinem Auftreten auf der Bühne dem Publikum Spaß und Freude vermitteln kann.

 

Quelle: Frankenpost

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