Wechseljahre

„Wechseljahre“ und ihre Tücken
Proben | Theatergruppe Lichtenberg bringt heuer die Midlife-Crisis eines Ehepaares auf die Bühne

Noch sieht die Bühne, auf der die Theatergruppe Lichtenberg probt, recht kahl aus. Bis zur Premiere am 9. Februar soll hier als Kulisse ein gutbürgerliches Wohnzimmer entstehen. Unser Bild zeigt Helmuth Mauer, Günther Scholz, Petra Schneider, Hanne Funk und Matthias Polig (von links) in Aktion. Foto: Hüttner

Lichtenberg Bei der Theatergruppe Lichtenberg heißt es zurzeit proben, proben, proben. Noch ist in der Turnhalle auf dem Schlossplatz nichts zu erkennen von dem gutbürgerlichen Wohnzimmer mit Esstisch und Couchsitzecke, in dem das Stück spielen wird. Doch die Gruppe um Regisseur Günther Scholz ist optimistisch, bis zur Premiere am 9. Februar alle benötigten Möbel und Requisiten beieinander zu haben.

Auch die aufgestellten Wände sind noch im Rohzustand. Dieter Höllein aus Selbitz ist hier seit Jahren unentgeltlich tätig, um die richtige Farbe an die Wände zu zaubern. Heuer soll ein Wohnzimmer entstehen. Ein Hochzeitsbild von dem Ehepaar Evi und Achim Hauser (alias Andrea Ruppert und Helmuth Mauer) muss noch „geschossen“ werden. Es wird dann über der Couch hängen und an bessere Zeiten im Leben des Ehepaares erinnern. Auf der Bühne stehen bislang lediglich ein Tisch und Stühle, dass muss vorerst reichen. Ansonsten improvisieren die Hobbyschauspieler, auch bei den Requisiten, die sie einfach mit Gesten andeuten. Jeder Schauspieler ist für seine Ausstattung selbst zuständig; Gespräche in der Gruppe bringen Klärung über noch benötigte Utensilien.

 

Anregungen und Kritik

 

Für den letzten Schliff und die Ausarbeitung der Feinheiten brauchen sie dann die komplette Bühne. Die Räumlichkeiten müssen für die Bewegungsszenen ausgetestet werden, ebenso die Lautstärke bei den umfangreichen Sprechphasen. Während die einen Hobbyschauspieler auf der Bühne mit dem Rollenbuch in der Hand ihren Text und die entsprechenden Gesten und Mimiken üben, schauen die anderen interessiert zu, geben Ratschläge oder kritisieren. Auch Günther Scholz verfolgt das Geschehen und gibt hier und da Anweisungen. Helmuth Mauer brilliert, hat er doch als einziger kein Rollenbuch mehr in der Hand. Auch Matthias Polig scheint mit dem Text bereits verwachsen, sodass er die Komik seiner Rolle auf die Bühne bringt und für Lacher sorgt. Zügig spielen die Darsteller das Stück durch, wohl auch der Temperaturen wegen – in der Turnhalle ist es recht frisch.

Christoph Scholz und Andy Rohleder, die bisher als Techniker zu Gange waren, geben heuer ihr Debüt auf der Bühne. Andrea Ruppert, Helmuth Mauer, Kerstin Eckardt, das „Küken“ der Gruppe Amelie Eckardt, Hanne Funk, Petra Schneider, Matthias Polig und Günther Scholz sind die weiteren Schauspieler, die bei mehreren Aufführungen des Dreiakters „Wechseljahre“ für Heiterkeit sorgen wollen. Brigitte Munzert fungiert als Souffleuse, Torsten Michael ist für Bühnenbau und Technik zuständig.

 

Auszeit für die Mutter

 

In dem Stück sieht Evi Hauser mit Unbehagen ihrem 50. Geburtstag entgegen. Ihr Mann Achim befindet sich in der Midlife-Crisis und glaubt, mit Dagmar ein Stück Jugend zurückzugewinnen. Sohn Michi bricht das Studium ab und Tochter Conni wartet mit ständig wechselnden Liebhabern auf. Die Zeit für Evi ist reif, eine Auszeit einzulegen. Natürlich geht zu Hause alles drunter und drüber. Das Haus verkommt, für die Ernährung sorgt ausschließlich der Pizzaservice von nebenan. Auch die ab und zu eingreifende Karin nebst Ehemann Jürgen sowie der selbsternannte Heilsbringer Samuel vermögen diesen Zustand nicht zu verbessern. Der Höhepunkt gipfelt in der Neuorientierung von Achims „Flamme“ Dagmar. So dürfen sich die Besucher auf ein lustiges und mit Ironie gespicktes Stück freuen, das etwa 90 Minuten dauert.

 

Quelle: Frankenpost

Willkommen in der Midlife-Crisis

Willkommen in der Midlife-Crisis

Bild:Jürgen Hein

Voll besetzt war die Turnhalle der Haupschule in Selbitz, als die Theatergruppe Lichtenberg hier ihr Stück „Wechseljahre“ von Reinhard Seibold aufführte. Die Komödie in drei Akten, die bereits bei der Premiere in Lichtenberg großen Erfolg feierte (wir berichteten), fand auch in Selbitz große Begeisterung. Die Schauspieler präsentierten sich gekonnt bei diesem recht turbulenten Stück. In den Pausen hatten die Besucher die Möglichkeit sich bei einem kleinen Imbiss zu stärken, den der Elternbeirat der Schule vorbereitet hatte. Der Erlös kommt der Jugendarbeit in Selbitz zugute.

 

Quelle: Frankenpost

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